cbul.org




Web-Empfehlungen:






HTTP/1.0 200 OK Date: Sun, 05 Sep 2010 17:00:08 GMT Server: Apache Cache-Control: private, s-maxage=0, max-age=0, must-revalidate Content-Language: de Vary: Accept-Encoding,Cookie Last-Modified: Mon, 12 Jul 2010 00:34:03 GMT Content-Length: 31293 Content-Type: text/html; charset=UTF-8 X-Cache: MISS from sq78.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from sq78.wikimedia.org:3128 X-Cache: MISS from amssq45.esams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from amssq45.esams.wikimedia.org:3128 X-Cache: MISS from knsq23.knams.wikimedia.org X-Cache-Lookup: MISS from knsq23.knams.wikimedia.org:80 Connection: close Villa Lusitano Romana de Torre de Palma ? Wikipedia

Villa Lusitano Romana de Torre de Palma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Baptisterium

Die Villa Lusitano-Romana de Torre de Palma ist eine römische Villa bei Monforte in Portugal, in römischer Zeit Teil der Provinz Lusitania. Sie gilt als eine der größten Anlagen auf der iberischen Halbinsel und als vorzügliches Beispiel zur Entwicklung in der Spätantike. Die Prosperität dieser Latifundien ist in der Region häufig durch Heiligtümer im Hofbereich (etwa in Milreu) belegt. Neben den ausgedehnten Wohnbereichen ist in Torre de Palma eine Basilika sowie ein siebenräumiges Baptisterium freigelegt worden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Lage
  • 2 Ausgrabungen
  • 3 Anlage
    • 3.1 Villa rustica
    • 3.2 Basilika
    • 3.3 Baptisterium
  • 4 Literatur
  • 5 Weblinks

[Bearbeiten] Lage

Die Villa von Torre de Palma liegt ca. 5 km nordwestlich von Monforte an der Hauptstraße nach Vaiamonte. Von dem Landgut Herdade da Palma führt ein ausgeschilderter, nicht befestigter Weg zu der eingezäunten Anlage.

[Bearbeiten] Ausgrabungen

Die Überreste der Villa wurden im Jahr 1947 entdeckt und bis 1956 wurden Ausgrabungen unter der Leitung des portugiesischen Archäologen Manuel Heleno durchgeführt. Man fand unter anderem mehrere gut erhaltene geometrische Mosaiken in der Säulenhalle und das so genannte Sternenmosaik sowie zahlreiche Wandmalereien.

Im archäologischen Museum von Monforte sind Originale und Reproduktionen der Mosaiken ausgestellt. Die am besten erhaltenen Mosaike befinden sich im Museu Nacional de Arqueologia in Lissabon.

[Bearbeiten] Anlage

Die Chronologie der verschiedenen Zeitabschnitte der Villa reicht vom 1. bis zum 5. Jahrhundert, wobei ab dem 3. Jahrhundert eine verstärkte Bautätigkeit und eine Blütezeit der Anlage im 4. Jahrhundert festgestellt werden konnte. Neben einem großen Wohnkomplex wurde östlich ein Thermenkomplex entdeckt, ein Gebäude nördlich des Hauptgebäudes dürfte ebenfalls zu Wohnzwecken gedient haben. Als Indiz für frühes Christentum gilt die Errichtung einer Basilika sowie eines Baptisteriums im nördlichen Teil der Anlage, wo sich auch zwei zugehörige Gräberfelder befanden.

[Bearbeiten] Villa rustica

Allein das Hauptgebäude der Anlage nahm eine Fläche von 10.000 m² ein. Es wurde um einen viereckigen Innenhof angelegt. Im Zentrum befand sich ein Wasserbecken mit angrenzender auf Säulen gestützter Veranda und Mosaikböden. An den Innenhof grenzen das Tablinum und die Exedra an, die eine Art Musik- und Gesellschaftsraum früher Zeit darstellten. Hier wurden die berühmten Mosaiken mit Darstellungen von Musen und Pferden gefunden. Der Speisesaal, das Triclinium, ist durch Freskenmalereien an den Wänden und ein Mosaik mit Blumenmotiven am Boden verziert.

[Bearbeiten] Basilika

Direkt neben dem Eingang liegen die Ruinen der frühchristlichen Basilika mit einer kreuzförmig angelegten Taufkapelle. Der Bautyp mit gegenständigen Apsiden ist in Hispanien fünfmal zwischen dem 6. und dem 7. Jahrhundert belegt. Der Fund von neun Münzen am Ostende des Langhauses legt für die Basilika von Torre de Palma eine wesentlich frühere Datierung nahe, da die Prägedaten zwischen 335 und 357 liegen.

Starke Fundamentreste unter der Basilika lassen vermuten, dass sich dort vorher ein anderes Heiligtum befand.

[Bearbeiten] Baptisterium

Die anfangs 26 m lange Säulenbasilika erhielt später einen Anbau an ihrer Südseite, der ein siebenräumiges Baptisterium enthielt.

Die zugehörige Piscina ist eine der eindrucksvollsten der iberischen Halbinsel und hat noch Partien ihrer Marmorverkleidung. In ihrer komplizierten Ausbildung und der Eintiefung in den Boden ist sie artgleich mit derjenigen von Idanha-a-Velha. Sie besitzt ebenfalls eine Differenzierung für Erwachsenen- und Kindertaufen und entstand, wie Beispiele aus Spanien zeigen, vermutlich vor dem 7. Jahrhundert, als die Bodentaufen unüblich wurden. Durch ein nach der Reconquista entstandenes Kirchlein wurde die Bausubstanz im Westteil der Villa indessen unübersichtlich. Der Taufraum hat nun ein modernes Schutzhäuschen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

39.06223-7.488167





Home | Impressum